< Bericht an der Bürgerversammlung am 27. November 2003 > |
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Hans-Georg Schmidt, Bürgermeister Tel.: +49 (0) 7722/8608-0 |
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Sehr geehrter Herr Ehrenbürger, Wie Sie wissen, steht am Anfang unserer Versammlung mein Bericht als Bürgermeister, über den Sie dann anschließend mit mir diskutieren können. Gleichzeitig ist es Ihnen möglich, im Anschluss an meinen Vortrag alle Themen, die unsere Gemeinde betreffen, anzusprechen. Ich werde versuchen, Ihre Fragen, soweit dies möglich ist, zu beantworten. Sollte es bei der einen oder anderen Frage nicht möglich sein, wird diese Antwort in der nächsten Gemeinderatssitzung öffentlich gegeben und Sie erhalten darüber eine entsprechende schriftliche Benachrichtigung von mir. Die Einwohnerzahl unseres Dorfes, die ja vorübergehend einmal auf fast 2.800 gestiegen war, hat sich bei 2.500 stabilisiert und wir konnten auch im letzten Jahr einen kleinen Zuwachs auf 2.530 Einwohner feststellen. Da die Infrastruktur unserer Gemeinde auf diese Größe ausgelegt ist, bzw. ein paar Einwohner mehr auch vertragen würde, müssen wir nicht, wie rund um uns herum, ständig von Einwohnerrückgängen sprechen, sondern wir können diese Zahlen zumindest halten. Seit der letzten Bürgerversammlung im Jahre 2001 hat sich doch einiges bei uns im Dorf getan. Wir haben das Baugebiet "Sägebauer" nun erschlossen und hofften ja im Jahre 2001 noch, dass sich viele dazu entschließen, nun auch diese Bauplätze zu kaufen. Leider hat sich unsere Befürchtung bewahrheitet, dass doch die Forderung nach Bauplätzen lauter war, als der wirkliche Drang zum Kaufen. Aber dies darf jetzt nicht unbedingt negativ sein, denn wir können auch in den nächsten Jahren genügend Bauplätze zu Verfügung stellen und müssen zur Zeit wirklich niemanden vertrösten. Auch unsere "Großleinwand" ist ja jetzt durch das entsprechende zweite Gebäude nicht mehr zu sehen und ich glaube, jetzt können alle mit den Häusern, die dort erstellt werden, leben. Auch im Bereich Gewerbegebiet hat die Gemeinde Schönwald vorgesorgt und es ist jederzeit möglich, im Gewerbegebiet "Im Loch" einen Bauplatz von über 4.000 m² zu erwerben, so dass auch mögliche Gewerbetreibende, die immer wieder in früheren Jahren bei uns anklopften, zur Zeit nicht gehindert wären. Überraschend mussten wir im November 2001 das Areal um das Mütterheim erwerben. Vollkommen unverständlich waren für den Gemeinderat und mich die Entscheidungen der Katholischen Ordensschwestern, die durch notariellen Vertrag an eine islamische Gemeinschaft verkauft hatten und stellen Sie sich vor, heute wäre in Schönwald an dieser Stelle ein Islamzentrum mit einer Koranschule. In dem notariell geschlossenen Kaufvertrag war allerdings festgeschrieben, dass dieser nur gültig werden kann, wenn das Erzbistum Freiburg, sprich der Erzbischof, dem auch zustimmt. Unser Gemeinderat hat klar, schnell und eindeutig entschieden, dass wir in dieser Angelegenheit Schaden von unserem Dorf abwenden müssen und mich beauftragt, dem erzbischöflichen Ordinariat und seiner Verwaltung klar zu sagen, dass wir dies nicht hinnehmen wollen. Ich will mich nicht länger darüber auslassen, obwohl mein Glaube an manche Dinge bei diesem Grundstücksgeschäft sehr gelitten hat, aber nach entsprechenden Verhandlungen mit der Erzdiözese mussten wir zum gleichen Preis in diesen Kaufvertrag einsteigen und haben dies auch getan. Ich will jetzt nicht sagen, dass der Gemeinderat und ich ein besseres Händchen haben als mancher Grundstücksmakler, aber wir hatten Glück, dass wir zwei junge Leute fanden, die aus dem Mütterheim versuchen, etwas zu machen. Wenn jetzt auch einmal das eine oder andere Auto falsch parkt, dann bitte ich Sie, meine Damen und Herren, nicht zu streng ins Gericht zu gehen, denn wir werden auch diese Probleme lösen. Denken Sie daran, was gewesen wäre, wenn die Gemeinde Schönwald nicht eingestiegen wäre, und ich meine, hier hat der Gemeinderat die einzig richtige Entscheidung getroffen, auch wenn wir nicht wussten, dass wir das Glück des Verkaufes bald hätten. Und wenn wir gerade beim Parken sind, dann ist es ein Anliegen des Gemeinderates, dass ich Sie alle einmal bitte, sich in Schönwald doch an die Vorschriften zu halten. Ich weiß nicht, warum gerade die Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen, vor der Schule immer halten müssen, obwohl das Halteverbot zu Gunsten ihrer Kinder angebracht wurde und ich freue mich, dass die Eltern der Kindergartenkinder nun Schilder aufgestellt haben, die sie selbst daran erinnern, in der Goethe-Straße Vorsicht walten zu lassen und nicht gegenseitig die eigenen Kindergartenkinder über den Haufen zu fahren. Rücksicht aufeinander fördert das Miteinander in unserem Dorf und deswegen meine Damen und Herren, wenn wir, das heißt der Gemeinderat und ich und das Landratsamt entsprechende Beschilderungen anordnen, dann tun wir dies nicht, um einzelne zu ärgern, sondern in der guten Hoffnung, dass wir damit eine Regelung treffen, die uns allen und dem Miteinander in unserem Dorf nützt. Ich habe gerade von unseren Bauplätzen, die wir haben, gesprochen und will deshalb auch in der Bürgerversammlung informieren, dass die Stadt Triberg vor hat, auf der "Adelheid" also im Grunde genommen zwischen Kreisstraße und B 500 im Wald der Stadt Triberg, ein Gewerbegebiet zu schaffen. Sowohl der Schonacher Gemeinderat als auch der unsere vertritt die Meinung, dass der Alleingang von Triberg nicht richtig ist, sondern wir wären gerne dabei gewesen, wenn wir ein großes gemeinsames Gewerbegebiet in diesem Dreieck geschaffen hätten. Es soll anscheinend nicht sein, aber die Stadt Triberg will hier nun entsprechende Investitionen tätigen, die ja uns allen auch ein wenig nützen, wenn entsprechende Arbeitsplätze in unserer Region vorhanden sind. Kosten kommen deshalb auf unser Dorf nicht zu, aber wir müssen natürlich ertragen, dass das eine oder andere Gebäude dann auch gesehen wird. Soweit Anlieger auf Schönwälder Gemarkung betroffen sind, wurden diese von mir und später auch vom Bürgermeister der Stadt Triberg informiert und der Gemeinderat und ich sind gerne zu Auskünften auch für die angrenzenden Nachbarn bereit. Sicher ist, dass die Stadt Triberg hier ökologisch verträglich planen will. Was dabei heraus kommt, wissen wir bisher alle noch nicht, da alle Planungen zur Zeit noch in den "Kinderschuhen" stecken. Soweit genauere Informationen bei uns vorhanden sind, habe ich diese an die direkten Anlieger weiter gegeben und diese halten auch guten Kontakt zu uns im Rathaus. Die Anbindung dieses Gewerbegebiets wird oberhalb des Wasserfallzugangs sein und am Ende des Parkplatzes der Firma Burger & Keller stattfinden. Die Gemarkung Schönwald soll dabei nicht berührt werden. Wir werden uns also mit Straßenbau vorläufig nicht so sehr befassen müssen, obwohl wir ja eines der größten Projekte in unserer Gemeinde, nämlich den landwirtschaftlichen Wegebau, in den letzten 8 bis 10 Jahren abgewickelt haben. Von uns wurden dazu mehr als die Hälfte der Kosten des Eigenanteils unserer Landwirte übernommen und ich hoffe, dass nun demnächst auch die endgültige Abrechnung erledigt werden kann. Ein Dank für ihren Einsatz gilt hierbei der Umlegungskommission, aber besonders dem Vorsitzenden Herrn Ludwig Dieterle, der sich in überaus großartiger Art und Weise eingesetzt hat, dass in Schönwald alles reibungslos durchgeführt werden konnte. Wir konnten in den letzten beiden Jahren doch einige Dinge erledigen, wobei Umgestaltungen im Vordergrund standen. Herauszuheben ist dabei die Sanierung unserer Grundschule, die ja in diesem Jahr abgeschlossen werden konnte. Dabei wurde der Kostenrahmen, der vom Gemeinderat vorgegeben war, eingehalten. Wir haben für diese etwa 890.000 Euro wieder eine schöne Schule, die den heutigen Gesichtspunkten entspricht erhalten und auch unsere Generation hat ihren Anteil dafür getan, dass in Schönwald gute Voraussetzungen sind. Leider mussten wir aufgrund der immer weiter fallenden Geburtenzahlen die Hauptschule in Schönwald aufgeben, aber ich bin mir sicher, dass all die Kinder, die in Schonach die Dom Clemente Schule besuchen, keinen Nachteil feststellen können. Wir erfüllen im Bereich Kindergarten und Schule alle Vorgaben, die vom Land Baden-Württemberg von uns erwartet werden und wir können jedem Kind, das 3 Jahre alt wird, einen Kindergartenplatz anbieten, obwohl wir die 4. Gruppe mittlerweile wieder schließen konnten, da der Bedarf bei weitem nicht so hoch gewesen ist, um diese weiterhin aufrecht zu erhalten. Sie wissen noch, dass hier einmal in einer Bürgerversammlung vehement dem Bau einer 4. Gruppe das Wort geredet wurde und diese Halle dafür aufs Spiel gesetzt werden sollte. Wir haben die Zeit nun hinter uns gebracht, in der etwas höhere Geburtenraten in Schönwald waren und ich glaube, keines der Kinder wurde benachteiligt, durch die Einrichtung der 4. Gruppe in der evangelischen Kirche. Unser Dank gilt dafür der evangelischen Kirchengemeinde, die mit uns zusammen für die entsprechenden Räumlichkeiten gesorgt hat. Wir versuchen auch in jedem Jahr die verlässliche Grundschule zu garantieren, müssen aber feststellen, dass in unserer Gemeinde anscheinend die Nachfrage so niedrig ist, dass es sich nicht lohnt, so etwas umzusetzen. Für die wenigen Kinder, die dies trotzdem in Anspruch nehmen wollen oder müssen, ist Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Katholischen Kindergarten dafür gesorgt, dass wir die Vorgaben des Landes Baden-Württemberg erfüllen können und auch für diese Kinder ein verlässliches Zeitfenster geboten werden kann, in der sie entweder in der Schule oder jetzt zur Zeit im Kindergarten betreut werden. Schade ist, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass Einrichtungen, die wir alle miteinander schaffen, immer wieder von wenigen in unserem Dorf, welche nicht unbedingt Fremde sein müssen, beschmiert oder teilweise zerstört werden. Es ist doch unser aller Geld, das wir hier investieren und ich begreife nicht, warum es immer wieder Mitmenschen gibt, die sich darüber freuen, wenn sie etwas kaputt machen können, was anderen oder was der Allgemeinheit gehört. Ob dies Rachegefühle sind, weil vielleicht ein Wunsch, den sie sich hätten erfüllen wollen, nicht so gelaufen ist, wie sie sich dies vorgestellt haben oder ob es einfach nur Dummheit ist, kann ich nicht beurteilen. Es gibt schon zu denken, dass erst vor kurzem unsere Schule angeschmiert wurde, dass im Kindergarten und im Kur- und Landschaftspark immer wieder versucht wird, das eine oder andere zu zerstören, dass auf unseren Spielplätzen immer wieder auch durch Ihre Arbeit erschaffene Geräte zerstört werden, dass Blumen in den Trögen und Kästen an der Hauptstraße herausgerissen und zerstört werden und dass Mutwillen ein- und ausgeht. Wenn Sie dazu Beobachtungen machen, dann scheuen Sie sich nicht, unserer Frau Dilger, oder mir, oder einem unserer Gemeinderäte im Vertrauen, Ihre Feststellungen zu berichten. Es ist nicht richtig, wenn man jemanden sieht, der unser aller Eigentum oder das des Nachbarn zerstört, dass man dann wegschaut, sondern dann gehört auch der Bürgermut dazu, einmal zu sagen, wer die Personen sind, die sich in unserer Gemeinschaft daneben benehmen. Ich bitte Sie deshalb nicht um Denunziantentum, aber um ein faires Miteinander, so dass sich solche Personen vielleicht überlegen, in der Zukunft Zerstörungen dieser Art zu unterlassen. Der Gemeinderat und ich dachten, dass nach der Sanierung der Grundschule erst einmal eine längere Atempause bei den Investitionen in unserem Dorf eintreten wird. Wir wünschten uns zwar, dass wir bald einmal an eine Friedhofsanierung und an den Bau einer Aussegnungshalle gehen könnten und wurden von übergeordneten Behörden gedrängt, doch die Kanäle im Weißenbach-Schwarzenbach und vielleicht auch zur Escheck schnellstmöglich zu verlegen. Wir waren überzeugt davon, dass das Land Baden-Württemberg und andere auch kein Geld mehr hätten und dass nicht nur wir einen hohen Schuldenstand haben, sondern auch die Landesregierung bei der Verteilung von Zuschüssen nicht mehr so großzügig sein kann wie in früheren Jahren. Trotzdem haben wir die entsprechenden Anträge gestellt und hofften, dass entweder die Aussegnungshalle oder der Friedhof oder die Kanalisation im Weißenbach-Schwarzenbach einen entsprechenden Zuschuss bekommen würden. Ich will nicht sagen, es spricht für das Geschick unserer Verwaltung und der des Gemeinderates, dass wir dann Zuschüsse erhielten, um alles auf einmal durchzuführen, aber es spricht schon für sich, wenn wir sowohl für den Abwassersammler im Schwarzenbach-Weißenbach über 40 % der Kosten als auch für den Bau einer Aussegnungshalle und die Sanierung des Friedhofes knapp 80 % der Kosten als Zuschüsse erhalten. Dies bedeutet aber, dass wir in diesem und im nächsten Jahr wieder in die "Vollen" gehen müssen und dass damit unser Schuldenstand, der ja schon immens hoch ist, auf 6,5 Millionen Euro Ende 2004 steigen wird. Diese Schulden sind hoch und wir gehören damit zu den am höchsten verschuldeten Gemeinden in ganz Baden-Württemberg. Wir können uns den Zins und die Tilgung gerade noch leisten und uns hat natürlich wie alle anderen Gemeinden in Deutschland auch, die derzeitige Rezession voll getroffen. Wir jammern zwar nicht so laut, aber auch die Gemeinde Schönwald steht zur Zeit mit dem Rücken zur Wand und es ist für uns äußerst schwierig, die laufenden Ausgaben zu bestreiten. Es wäre aber trotzdem falsch gewesen, bei den derzeitigen Baupreisen, diese so hoch bezuschussten Vorhaben nicht durchzuführen, da sicher ist, dass bei einem Anziehen der Konjunktur diese Investitionen für das Geld, wofür wir sie jetzt durchführen, nicht mehr verwirklicht werden können. Ich denke immer noch an die Wasserentnahmestelle im Oberort, die wir geschoben haben und geschoben haben, weil wir immer hofften, dass wir einmal einen Zuschuss bekommen. Zum Schluss haben wir es dann doch noch selbst und alleine gebaut, und die Kosten, die zuerst mit 100.000 DM vorgesehen waren, waren dann zum Schluss 150.000 Euro. So kann es geschehen, wenn man zu lange hofft und vielleicht auch mit einem Projekt zu lange "schwanger" geht. Sicher ist, dass der Schuldenstand so nicht lange getragen werden kann. In den Kurbetrieben haben wir knapp 0,9 Millionen Euro Schulden, bei der Wasserversorgung rund 1 Million Euro und im Hoheitsbereich etwas über 4 Millionen Euro. In den Kurbetrieben haben wir in letzter Zeit weniger investiert, da wir anderweitig sehr eingespannt waren. Die Umgestaltung des Hallenbad-Eingangbereiches, die wir in diesem und im letzten Jahr durchgeführt haben, kam auch aus der Not heraus, dass wir Personalkosten sparen mussten und wollten und wir sind sicher, dass wir mit der Einrichtung des Bistros und damit auch mit dem Sparen von Personalkosten an der Kasse nun auf dem richtigen Weg sind. Ansonsten konnten wir im Bereich der Kurbetriebe nicht groß investieren, da uns ja auch die beiden anderen Investitionen voll in Anspruch nehmen. Im Hoheitsbereich haben wir sehr viel in die Kanalisation gesteckt. Wenn wir bedenken, dass unsere Kanäle nach dem Bau des Abwassersammlers im Weißenbach-Schwarzenbach einen Restbuchwert von über 3,5 Millionen Euro haben werden und wir diese Kanäle größtenteils aus Fremdmitteln finanziert haben, denn beim Restbuchwert sind ja die Zuschüsse größtenteils in erheblich kürzerer Laufzeit schon aufgelöst, als bei den tatsächlichen Entstehungskosten, dann wissen Sie, wo das viele schöne Geld auch steckt. Es ist einfach teurer, eine Gemeinde wie die unsere, die sehr stark in die Fläche geht, zu kanalisieren, als vielleicht eine Ortschaft im flachen Gelände, die auch nur einen Bruchteil der Markungsgröße hat und gleichzeitig von mehr Einwohnern besiedelt ist. Wir wollen uns darüber nicht beschweren, aber das sind nun einmal die Tatsachen und es kann auch nicht behauptet werden, dass Schönwald irgendwo in goldene Wasserhähne investiert hätte. Investiert haben wir in den letzten beiden Jahren auch in die Sicherung der Wasserversorgung. Das Programm, das wir zur Aufrechterhaltung einer eigenen Wasserversorgung vor 15 Jahren begonnen haben, ist soweit abgewickelt, dass jetzt nur noch die Sanierung bzw. der Neubau des Wasserwerks ansteht. Dann haben wir alles getan, um die Wassergewinnung und die Aufbereitung in unserem Dorf selbst durchzuführen. Wir haben Anlagen, die es möglich machen, dass wir keinen Anschluss an eine übergeordnete Wasserversorgung vornehmen. Dies gilt für 99 von 100 Jahren. In diesem Jahr sind wir ohne Frage an die Grenzen der eigenen Wasserversorgung gestoßen. Viel länger, meine sehr verehrten Damen und Herren, hätte es im Sommer nicht mehr trocken bleiben dürfen, und wir brauchen jetzt auch Regen, damit unsere Quellen wieder sprudeln. Wir haben darauf verzichtet, dass wir in der heißen Jahreszeit öffentlich appelliert hätten, Wasser zu sparen, weil dies bestimmt viele verunsichert hätte und dann Schlagzeilen über Schönwald gekommen wären, die so etwa gelautet hätten: "Feriendorf bald ohne Wasser?" "Dürfen die Gäste sich noch duschen?" Dies wollten wir vermeiden, weil dies nicht gerade produktiv für den Tourismus in unserem Dorf gewesen wäre. Der Bauhof bzw. der Wassermeister haben in dieser Zeit wirklich super Arbeit geleistet und wir hatten immer ausreichend Trinkwasser in bester Qualität. Trotzdem möchte ich heute an Sie appellieren, darüber nachzudenken, ob nicht der eine oder andere doch einen alten Öltank oder bestehende Zisternen nutzen kann, um zumindest für das Gartensprengen oder das Vorplätzeputzen, kein Trinkwasser verwenden zu müssen, sondern dafür Regenwasser zu gebrauchen. Wir beraten Sie bei solch Investitionen gern, bitten Sie aber, uns diese mitzuteilen, weil keinesfalls eine Regenwasserbevorratung mit den Wasserleitungen bzw. mit dem Netz der Gemeinde verbunden werden darf. Wenn Sie so etwas durchführen wollen, müssen Sie diese Arbeiten bei uns melden und unser Wassermeister wird Sie gerne beraten und dann auch schauen, ob die Leitungen unproblematisch verlegt wurden. Und wenn wir gerade bei den Schulden waren, dann verstehen Sie bei dieser Gelegenheit aber auch, dass wir zur Zeit alles ablehnen müssen, was an neuen Forderungen auf uns zugetragen wird und Sie werden auch Verständnis dafür haben, dass nachher bei der Diskussion die übliche Frage nach dem Herrichten einiger Straßen in unserer Ortschaft nur mit einem gewissen Schulterzucken von mir beantwortet werden kann, weil wir dies voll aus eigenen Mitteln tun müssten, und wir dann gezwungen wären, an den Steuerschrauben so stark zu drehen, dass dies von Ihnen nicht mehr akzeptiert würde. Wie am Friedhof investiert wird, können Sie auf den Tafeln bzw. am Modell hinten sehen und ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit sowohl den Friedhof im alten Teil umgestaltet haben, aber auch eine neue Aussegnungshalle verwenden können, die unseren Bedürfnissen entspricht. Dass wir den Kanal im Weißenbach-Schwarzenbach nun auch noch bauen, bedeutet für die Verwaltung und für mich ein großes Maß an Arbeit und Sie sind uns bestimmt nicht böse, wenn wir vielleicht manchmal nicht bis auf das letzte Detail jede kleine Regelung im Dorf treffen können, da unsere Verwaltung auch nicht darauf ausgelegt ist, auf einmal so viel abzuwickeln. Wir sind aber sicher, wir werden es schultern und ich glaube, wenn Sie alle akzeptieren, dass eben mehr nicht gehen kann, dann müssen wir auch wieder nach diesen Investitionen etwas kürzer treten. Wenn Sie heute das Radio einschalten oder Nachrichten im Fernsehen verfolgen, hören Sie jeden Tag neue Meldungen aus Berlin, teilweise auch aus Stuttgart über künftige Steuereinnahmen der Gemeinden. Das Verfallsdatum der Meldungen kann mittlerweile in Stunden gemessen werden und wir wissen wirklich oft nicht, welche Bekanntgabe aus Berlin nun gilt, da sich die Nachrichten auch bei uns und nicht nur bei Ihnen überschlagen. Wir können deshalb auch nicht verlässlich für die Zukunft planen, sondern müssen zur Zeit mit dem Haushalt der Gemeinde auf Sicht fahren, was bedeutet, das wir schauen müssen, wie viel Geld in der Kasse ist und dann erst feststellen können, wie viel wir wirklich ausgeben dürfen. Dies ist leider so und Sie werden verstehen, dass bei dem großen Gezeter und Mordio, das über unser ganzes Land hinweg geht, auch die Gemeinde Schönwald nicht verschont bleibt. Wir haben deshalb mit dem Gemeinderat, obwohl die Verwaltung der festen Überzeugung war, dass wir Steuererhöhungen vornehmen müssten, die letzten Euro zusammen gekratzt, einige Leistungen gestrichen eine Erhöhung der Hundesteuer und eine Kurtaxenerhöhung ab dem 01.01.2004 ins Auge gefasst, um all das zu finanzieren, was bei uns vorhanden ist. Um diese weniger beliebten Entscheidungen kommen wir nicht umhin und bitten Sie, auch zu sehen, dass der Gemeinderat von einer Grundsteuererhöhung abgesehen hat, dass wir die Gewerbesteuer zur Unterstützung unseres Gewerbes nicht erhöhen wollen, dass wir davon absehen, von den Vereinen eine höhere Sporthallengebühr zu nehmen, aber dafür in den großen Ferien zumindest länger die Sporthalle schließen, so dass wir auch dort Einsparungen haben. Wir müssen durch die Rezession durch und ich appelliere an Sie alle, mitzuhelfen, dass wir dies in unserem kleinen Dorf auch schaffen, ohne uns dabei in die Haare zu geraten, wer, was und wie bezahlen muss. Wir müssen nach dem Bau des Kanals im Weißenbach-Schwarzenbach und nach der Sanierung und dem Neubau am Friedhof einfach wieder kürzer treten und können nicht von einer großen Investition zur anderen mit 7 Meilenstiefeln galoppieren. Wenn die Steuereinnahmen nur sprudeln würden wie im Jahre 2000, dann müssten wir nicht so drastische Maßnahmen durchführen und wir können nur hoffen, dass sich die Konjunktur und damit unsere Einnahmen, vor allem unsere Einkommensteuereinnahmen wieder verbessern. Leider müssen wir beim Sparen immer nur alleine Einsparungsmöglichkeiten suchen, denn auch der Kreis hängt ja normalerweise an diesen Steuereinnahmen, so wie wir. Nur macht der es sich etwas einfacher, um die gleichen Einnahmen zu erzielen, die benötigt würden wie vorher, wird dort nicht nach neuen Einnahmemöglichkeiten Ausschau gehalten oder gar soweit gestrichen oder Schulden aufgenommen, um mit der Quote zurecht zu kommen, die ausgeschüttet wird von den Gemeinden, sondern die Quote wird Kraft der vom Volk verliehenen Möglichkeiten vom Kreistag einfach immer so hoch festgesetzt, dass die Einnahmen auch in schlechten Zeiten sprudeln. Es wurden zwar Freiwilligkeitsleistungen des Kreises abgebaut und dies ist auch lobenswert, aber es werden auch neue Projekte weiter geführt, die für uns im westlichen Schwarzwald-Baar-Kreis nicht zu begreifen sind. Wir bezahlen dabei auch mit und können deshalb auch weiterhin nur hoffen, dass nicht nur soziale Einrichtungen in Villingen-Schwenningen und der Erlass von Gebühren an Schwenninger Vereine in den Sporthallen des Kreises, die wir ja hier nicht nutzen können, Diskussionsstoff im Kreistag ist, sondern auch die Belastung der Landkommunen durch die sehr sehr hohe Kreisumlage. Wir sollten, meine Damen und Herren, nicht in das große Klagelied aller mit einfallen, sondern sehen, dass wir in unserem Dorf eine Grundausstattung haben, die so und in dieser Dimension nicht unbedingt und überall üblich ist. Suchen Sie sich ein Dorf mit 2.500 Einwohnern im Rheintal in der schönen Rheinaue einmal heraus und schauen Sie, ob dieses Dorf solche Einrichtungen vorhält, wie dies in Schönwald der Fall ist. Wir haben alles, was man in einem Dorf braucht und vieles, was es lebenswerter macht als Andere. Wir können uns in unserem Dorf wohl fühlen und müssen nicht erst das Wohlfühldorf ausrufen, weil es bei uns einfach schon immer schön ist. Dies sehen auch unsere Gäste und wir haben zwar Rückgänge im Tourismus, aber können doch immer noch feststellen, dass es denjenigen Häusern bei uns nicht so schlecht geht, die sich bemühen, die sich neue Dinge ausdenken und die vor allem mit Freundlichkeit für den Gast zu einem Preis da sind, der angemessen ist. Wir haben auch weiterhin eine hervorragende Gastronomie bei uns im Dorf und wurden nicht umsonst immer wieder auch für die Häuser in Schönwald ausgezeichnet. Darauf dürfen wir stolz sein, aber wir dürfen uns nicht auf diesen Erfolgen ausruhen. Es kann schnell gehen, dass ein Ort von einem lebenswerten Feriendorf zu einem geschlossenen Ort wird, in dem nichts mehr geht. Als wir uns vor 2 Jahren hier in der Bürgerversammlung trafen, herrschte bei uns im Dorf so ein wenig Weltuntergangsstimmung. Es war nicht bekannt, was aus den Lebensmittelläden wird, jeder sprach nur davon, wer gerade wo zumacht und es wurde alles etwas mies geredet. Wir haben jetzt Dank der Investitionsbereitschaft und Dank des Unternehmertums einiger bei uns im Dorf einen zusätzlichen Betrieb, der sich am ehemaligen Bauhof Herrmann einrichtet. Dabei gilt unser Dank ohne Frage Thomas Burger, der im Schwarzwald investiert, wo seine Heimat ist und der in unserer Region Arbeitsplätze für die Bürger vorhält. Wir haben in unserem Dorf wieder zwei Lebensmittelläden, einen zusätzlichen Blumenladen und einen weiteren Frisör, ein Schönheits- und Nagelstudio und eine Gesundheitspraxis, also mit dem Gesundheitszentrum im Mütterheim eine richtige "Beautymeile". Eine Fahrschule hat wieder angefangen und ein Steuerberater versucht sich in unserem Dorf, ein zweiter Bäcker kam wieder, um einen Laden zu eröffnen und bei der einen oder anderen Lokalität fanden sich neue Eigentümer bzw. Pächter. Es wird auch hier in der Zukunft immer ein Auf und Ab geben. Wichtig ist aber, dass Sie meine Damen und Herren, sehen, welche Geschäfte bei uns in Schönwald was anbieten. Und wenn wir wollen, dass unser Dorf lebt, dann müssen wir es auch leben lassen und uns bzw. unsere Geschäftsleute nicht nur fordern, wenn es darum geht, dass wir bestimmte Geschäfte in Schönwald sehen wollen, sondern uns auch bei ihnen sehen lassen bzw. auch in Schönwald einkaufen. Es ist nicht teurer, wenn man in Schönwald einkauft und es gibt bestimmt auch einige Dinge, die es bei uns nicht zu kaufen gibt, aber der tägliche Bedarf kann bei uns gedeckt werden und ich musste immer wieder feststellen, dass auch spezielle Dinge bei unseren Geschäftsleuten zu Preisen zu erhalten sind, die mit großen Märkten sehr sehr gut mithalten können. Zumindest fragen kostet ja nichts und deshalb appelliere ich auch in dieser Bürgerversammlung an Sie alle, hier jeder seinen Teil zu tun, dass wir nicht eine Budenstadt werden, in der die Schaufenster vernagelt sind und kein Leben auf der Straße zu beobachten ist. Wir haben als kleines Dorf auf 1.000 Meter Höhe hier mitten im Schwarzwald eine Chance. Wir haben eine Chance im Tourismus und eine Chance bei Arbeitsplätzen, die sich aus diesem entwickeln. Wir haben auch eine Chance, durch die Zusammenarbeit in unserer Region im Ferienland. Ich weiß, dass es den Einen oder Anderen gibt, der dieser Entwicklung sehr skeptisch gegenüber steht. Andererseits gibt es aber auch viele, die schon immer gesagt haben, das müsse man so tun und die immer nur in den Anderen den "Hemmschuh" sehen. Wenn wir wollen, dass es im Ferienland weiter vorwärts geht, müssen wir auch diesen Weg weitergehen. Wir dürfen dann nicht herumzerven, wenn einmal ein Bild im Werbeprospekt nicht unseren Vorstellungen entspricht, oder wenn wir gar bei einem bestimmten Problem einmal nachgeben mussten. Jeder von Ihnen weiß es, auch in der kleinsten Zelle unseres Staates also in einer Ehe kann nicht immer nur der Eine Recht haben und der Andere muss nachgeben, sondern es muss in einem Miteinander geschehen. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit im Ferienland unter den Gemeinden St. Georgen, Furtwangen, Triberg, Schonach und Schönwald. Dabei und dies sei nach draußen gesagt, kann es aber auch nicht sein, dass die einen immer nachgeben und eine Stadt immer nur am frisch erfinden ist. Auch in der Zusammenarbeit in unserer Region dürfen nicht die einen immer alles neu erfinden und die anderen müssen kuschen und die einen meinen, sie dürften sich immer die Rosinen heraus picken, auch wenn sie ein halbes Jahr vorher noch dagegen gehalten haben und die anderen müssen als die sogenannten "Kleinen" immer nachgeben. Im Tourismus ist die Gemeinde Schönwald und sind die Betriebe in unserer Gemeinde Marktführer in der Region und wir sollten diese Fahne auf unserem Kirchturm auch nicht mit aller Gewalt verstecken, sondern dafür sorgen, dass dieses Standbein das für unsere Gemeinde so wichtig ist, auch in der Zukunft am Blühen gehalten wird. Dafür ist es notwendig, dass sich unsere Betriebe auch in der Zukunft weiter entwickeln, dass Investitionen in unserem Dorf getätigt werden, die für Einheimische und Fremde gleichzeitig zur Nutzung einladen. Dabei müssen Trends erkannt werden und immer wieder darauf geachtet werden, dass die Qualität, die Qualität und nochmals die Qualität stimmt. Mit Masse können wir keinen Gewinn machen. Unser größter Fehler wäre, über den Preis zu versuchen, neue Gäste zu gewinnen. Dabei müssen wir den Kürzeren ziehen und können nur zuschauen, wie sich der eine oder andere Betrieb aus unserem Gefüge verabschieden muss. Wenn wir wollen, dass unsere Betriebe gesund bleiben, dann müssen wir auch einsehen, dass dafür ein gewisser Preis notwendig ist. Wenn zunehmend geringe Preise genommen werden, haben wir alle nichts davon, denn dann machen sich die Betriebe gegenseitig durch ein Unterbieten kaputt. Qualität ist in unserem Dorf und ich meine, wir können auch dafür sorgen, dass sie erhalten wird. Wir haben zwei 4-Sterne und vier 3-Sterne Hotels, eines davon gehört sogar zu den 100 schönsten Wellness-Hotels in Deutschland. Wir haben Privatzimmer und Ferienwohnungen klassifiziert wie wenige Orte in Deutschland bzw. in Baden-Württemberg und es ist ja nicht von ungefähr, wenn bei einer Auszeichnung sowohl im Kreis als auch im Land und sogar im Bund die Wirte und die Vermieter der Gemeinde Schönwald immer wieder in großer Zahl dabei sind und ihre Auszeichnungen mit nach Hause nehmen dürfen. Ich will Sie animieren, auch weiterhin hier mitzumachen, werden Sie Qualitätscoach und versuchen Sie mit uns zusammen die Servicequalität in Baden-Württemberg zu erreichen, die uns von anderen abhebt und die dafür sorgen kann, dass wir unsere Zahlen halten und vielleicht auch mal wieder Steigerungen haben. Qualität gilt aber nicht nur für die Tourismusbetriebe, sondern für alles, was in unserem Dorf mit dem Tourismus zusammenhängt. Wenn wir wollen, dass die Einheimischen und Gäste ihr Geld in unserem Dorf liegen lassen, dann dürfen wir nicht nur zu Gästen freundlich sein, sondern müssen auch die Einheimischen wie Gäste bedienen, denn sie lassen genauso viel Geld und dies sogar regelmäßig bei uns liegen. Das Angebot, sich als Servicecoach schulen zu lassen gilt also nicht nur für Hotellerie, Gastronomie und Vermieter, sondern für alle Gewerbetreibenden und Geschäftsleute in unserem Dorf. Und auch hier appelliere ich an Sie alle, in den Zeiten von kleineren Kassen müssen wir manchmal an einigen Stellen doch etwas kürzer treten, dann wäre es schön, wenn die Bevölkerung dies auch in der Argumentation bei dem Bierchen, bei dem man zusammen sitzt, unterstützt und nicht über den Gemeinderat und die Verwaltung herfällt. Es ist ja nicht so, dass wir bestimmte Dinge nicht tun, weil wir Sie ärgern wollen, sondern weil wir sparen müssen und weil wir versuchen, vielleicht Dinge auch vor uns herzuschieben, die nicht sofort notwendig sind. Wir wollen das den Gast in unserem Dorf nicht spüren lassen, denn an einem Ast dürfen wir nicht sägen, nämlich der Gastronomie bzw. dem Tourismus in unserer Gemeinde. Wir wünschen uns aber, dass Sie die Politik des Gemeinderats, der ja von Ihnen allen gewählt ist, unterstützen und dass Sie die Beschlüsse des Gemeinderats Ihren Vertretern auch nach draußen tragen und einsehen. Wenn in einem Dorf neue Dinge gemacht werden sollen, müssen alle damit einverstanden sein. Es kann nicht sein, dass ein Teil der Gemeinschaft versucht, seinen Willen wenigen aufzuzwingen und diese darunter leiden zu lassen. Ein Miteinander bedeutet immer: Leben und Leben lassen. Und wenn dann eine Einrichtung, die in einigen Köpfen ist, einmal an dieser Stelle nicht kommen kann, dann sollte man nicht auf die eindreschen, die zu Gunsten anderer entschieden haben, sondern Möglichkeiten suchen, wie dies was man tun will, vielleicht an anderer Stelle in unserem Dorf möglich ist. Lassen Sie es uns, also auch im Tourismus, mit unseren Nachbarn versuchen und machen Sie mit, wenn es darum geht, uns auch für die Zukunft richtig aufzustellen. Ich will nicht John F. Kennedy bemühen, aber es ist schon schön, wenn es Bürger gibt, die nicht nur am Stammtisch sitzen und schelten, die nicht nur sehen, wenn der Nachbar die Straße mal nicht richtig gekehrt hat und die nicht nur immer wissen, was andere vielleicht besser tun könnten, sondern wenn es Menschen gibt, die mit anpacken und beispielsweise auch bei der Verschönerung unseres Dorfes einfach einmal ein paar Stunden opfern und Blumenzwiebeln in den Boden hinein drücken und sich dann mit allen im Frühjahr freuen, wenn diese Saat bzw. diese Zwiebeln aufgehen. Wir sollten in unserem Dorf auch weiterhin Engagement an den Tag legen und ich möchte mich deshalb heute auch bei dieser Bürgerversammlung ausdrücklich bei allen Vereinen in Schönwald bedanken, die sich oft über das Normale hinaus engagieren. Wir leben in einer kleinen Gemeinschaft, in dem die Vereine bald noch wichtiger sind wie dort, wo solche Dinge vielleicht professionell angeboten werden. Zu einem guten Lebensumfeld gehören nicht nur ordentliche Einrichtungen, Schulen, Straßen und Nahverkehrslinien, sondern dazu gehört auch das Menschliche. Und wenn wir menschlich miteinander umgehen und doch einmal der Eine auch für den Andern ein wenig da ist, dann haben wir auch in der Zukunft eine Chance. Schönwald kann alleine glücklich werden, aber mit anderen zusammen haben wir zumindest in Teilbereichen eine bessere Chance. Lasst uns dies im nächsten Jahr zum 5. Mal am 26. Juni tun, wenn wieder die Französische Nacht ansteht, denn die hat der Gemeinderat nicht gestrichen. Vor 20 Jahren haben wir zum ersten Mal ein so großes Fest miteinander gefeiert und ich glaube, jeder von uns hat festgestellt, wie wichtig es ist, dass solche Ereignisse auch dazu gehören. Wir haben damit Zeichen gesetzt. Es wurde schon mehrfach versucht, dies zu kopieren, aber ich bin mir sicher, so wie Sie meine Damen und Herren oder wir Schönwälder diese Französische Nacht immer wieder miteinander auf die Beine stellen, kann uns dies keiner so schnell nachmachen. Wir sind in der Lage, auch als kleines Dorf nach außen hin, zu glänzen und wir werden alle Schwierigkeiten gemeinsam meistern, wenn wir nur zusammen stehen. In diesem Sinne bitte ich Sie alle, auch für die Zukunft mit an einem Strang zu ziehen und in unserem schönen Wald das zu genießen, was wir haben und auch einmal einzusehen, dass wir nicht alles sofort und gleich haben können. |
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